| „Immer
wieder überrascht das kleine Meta-Label mit großer Musik. Ralf Altrieth,
Saxophonist, Maler und künstlerischer Leiter des Erlanger Unternehmens,
hat etwas abseits der pulsierenden Metropolen einen Ort gefunden, der es
ihm ermöglicht, seine ästhetisch motivierten Klangvisionen in die Tat
umzusetzen. Mit „Arrivée“ ist ihm wieder einmal ein berückend schönes
Zeugnis zwischenmenschlicher Kommunikation gelungen, angelegt innerhalb
der Gemarkungen des Jazz. Ein Duett von ungeschminkter, sehr bildhafter
Vielfalt musikalischen Ausdrucks, das auf der Grundlage von geschriebener
Partitur und spontaner Reaktion seinen Reiz entfaltet. Altrieth, als ein
sensibler Instrumentalist und von der Moderne beeinflusster Tonsetzer,
sowie sein Partner, der in Basel beheimatete Pianist Daniel Almada,
schaffen ein Meer an phantasievollen Stimmungen, das sie mit gezügeltem
Temperament und individueller improvisatorischer Präsenz auszufüllen
verstehen. Bei aller Musikalität scheint es jedoch eher die innere
Verwandtschaft einer geistigen Askese zu sein, die sie miteinander
verbindet und eine gemeinsame Sprache sprechen lässt. Sparsam in ihren
Mittel agierend, ohne dabei eine leichte, sehr wohltuende Gelassenheit
einzubüssen, finden sie fernab jeder Geschwätzigkeit
zueinander. Selbst ihre lyrisch abstrakten, etwas fragilen
Wegstrecken legen sie in einer Klarheit zurück, wie man sie sich von den
gepushten Stars der Szene in einer solchen Besetzung rückblickend nur wünschen
kann.“Jörg Konrad, Jazz Podium 07/08/2002 |