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Johnny LaMarama nennen sich der amerikanische Bassist Chris Dahlgren, der finnische Gitarrist Kalle Kalima und der Berliner Schlagzeuger Eric Schaefer. "Johnny La Marama" heißt auch die ganze Debüt-CD der drei und einer von 9 Tracks. Alle Neune zusammen ergeben ein neues Kapitel der unendlichen Geschichte davon, was man mit Bass, Gitarre und Schlagzeug ( naja und hin und wieder ein bisschen Stimme ) alles machen kann. Im Großen und Ganzen natürlich nichts wesentlich Neues, was nicht die Frisells, Ribots und Sterns dieser Welt auch schon mal irgendwie durchexerziert hätten. So gesehen bietet "Johnny La Marama" klassizistische Avantgarde. Aber durchaus mit Grazie. Kalima ist ein Virtuose, der von single notes bis zu elektronisch verfremdeter hyperslide-guitar alles drauf hat , Schaefer ist ein nachgerade pedantisch-skrupulöser time keeper, was er im rhythmischen und melodischen Chaos, das seine Mitspieler durchaus vergnüglich und vorsätzlich anzurichten wissen, auch sein muss. Und Dahlgrens Bass kann dumpf wummern und ausgerechnet dann, wenn Kalima zu seinen Gitarrenfetzen sich auch noch stimmlich exaltiert, fein swingen. Wie man diese Musik nennen möchte, nu, das spielt eigentlich keine Rolle. Sie ist nicht leicht verdaulich, aber dafür, dass sie nicht leicht verdaulich ist, geht sie ganz schön in die Beine.

Thomas Wörtche, Jazzpodium 4/03


... Chris Dalgren, Kalle Kalima und Eric Schaefer zeigen auf dieser Scheibe, dass man immer noch mit guten Gründen "frei" spielen kann. Das Trio spielt neun durchaus recht unterschiedliche Tracks ein... Man spürt in jeder Faser, dass es Triomusik auf höchstem Niveau ist ...

Kritische Masse, Martin Hufner, März 2003


Cadence, august 2005

Johnny La Marama
…is by far the most experimental guitar-centered release of this batch, filled with abstractions from form, prepared instruments and three-way free improv. The opener has Kalima shifting between chocked chords, percussive effects, and swooping melodies against a clattery backtrop. But after the intro, the piece has thze feel of a slightly more fractious John Abercrombie piece (with a hint of Hilmar Jensen, Dave Fiuczynski or similar bent players). Some of the more distorted, unstable passages recalls those dizzy moments from Nels Cline`s groups where, with some sort of slide or Ebow or twang bar, Kalima shakes things up. As fine as Kalima is, much credit should be given to Dahlgren and Schaefer, both capable of compelling a listener with their subtle exchange between structural support and expressionist colour. ( There are however, some bizarre and not entirely convincing vocalism that go along with this approach on the title track and on « Smoking All Day »). »Baba has a kind of cracked country feel to it, with some lovly cosmic swells from Dahlgren and Kalima at the end. « La Libertad De La Muerte », is a somber, introspective piece, whose muted, insistend pulse implies a kind of inevitability. « Opferung » begins as the most Frisellian of the pieces here, but works up a real intensity and chaos. And the closing tune is an unexpected ska/klezmer hybrid ! Not everything works here, but kudos to this inventive and energetic trio for ther chance-taking and heart.
Jason Bivins