Presse

"Süffige musikalische Hörbilder mit vier Saxophonen, gespeist aus den Eindrücken des Unterengadin, abwechselungsreich in vielen musikalischen Farben gespielt."
Martin Hufner, taktlos - das Musikmagazin des Bayerischen Rundfunks und der nmz
Critics Choice - Jazzzeitung 11/2003

"..kein kopfgesteuertes Kunstprodukt, sondern intelligent und einfallsreich gemachte Unterhaltung......Eine Stunde neuer Musik, deren faszinierende Natürlichkeit einfach erfreut."
Badische Zeitung/24.9.03

Eine "Sammlung von Hörbildern" nennt Klaus Pfister die letzte CD-Produktion seines New Art Saxophone Quartet. Dabei steht "Guarda" für eine Gemeinde im Engadin, die den Schweizer während eines Ferienaufenthaltes derart fasziniert hat, dass er innerhalb von zwei Wochen vor Ort 14 Kompositionen schrieb, die einen Teil seiner "überwältigenden Gesamteindrücke" wiedergeben sollen. Aber diese Entstehungsgeschichte ist letztendlich für die Musik des vierstimmigen Saxophonsatzes nicht von entscheidender Bedeutung. Mag sein, dass sie behilflich ist, manches Rätsel um die Titelnamen ("Die schlaksige, ringelbesockte Schwester von Uorsin und ihre Sommergeschichte") zu klären. "Guarda!" hinterlässt aber auch ohne dieses Wissen einen faszinierenden Eindruck. Mit Sopran-, Tenor-, Alt- und Baritonsaxophon bewegt sich das Quartet sehr geschickt in einem Grenzbereich zwischen virtuosem Anspruch und verzauberter Klanglandschaft. Atmosphärische Wegbeschreibungen zwischen Himmel und Erde, in denen das Wuchtige federleicht wirkt und das Schwebende eine Grundierung erfährt. In diesem eher stillen Songzyklus der Moderne spielt die reichhaltige Erfahrung der einzelnen Solisten eine entscheidende Rolle. Klaus Pfister, René Straub, Daniel Chmelik und Erich Strehler brauchen niemandem etwas zu beweisen. Sie scheinen in ihrer Persönlichkeit stark genug, das Wesen des Reduzierens von Tönen, um zu einer aussagekräftigen Wirkung zu gelangen, nicht nur erkannt zu haben. Sie setzen es auf "Guarda!" überzeugend um.
Jörg Konrad/JAZZPODIUM 01/2004