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Meta Magic Music Die beiden Musiker Johannes Reichert (Countertenor) und Ralf Altrieth (Saxophon) gründeten das Label „meta records“ im Jahre 1999. Inzwischen ist der Katalog beträchtlich angewachsen und bietet ein breites musikalisches Spektrum von Alter Musik, Klassik, World, Avantgarde und Jazz. Dementsprechend vielfältig sind die musikalischen Silrichtungen, die auf diesem, dem ersten Sampler, zu finden sind. Die Auszüge eint, dass sie für sich genommen durchaus atmosphärisch und eher ruhig sind. Allerdings wird stilistisch ein so weites Feld bestellt, dass der Abstand manchmal unüberbrückbar erscheint: Man nehme nur die Musik von Purcell (aus der vorzüglichen Produktion „Magic Night“) auf der einen und die des Avantgarde-Trios „Johnny La Marama“ auf der anderen Seite. Andererseits wirkt diese Zusammenstellung sehr appetitanregend, denn wer beispielsweise nur die Klassikeinspielungen kennt, dürfte hier die eine oder andere Überraschung erleben: da lässt ein Tango des mit Klavier und Saxophon besetzten Duos Altrieth/Almada aufhorchen, desgleichen erweckt ein Stück des Klassik-Jazz-Projektes „Amp Stringency“ mit seiner Verschmelzung von Jazz und minimal music Neugier. Originell und voller subtilen Schönklangs ist auch das ganz dem zeitgenössischen Mainstream verpflichtete Trio des Pianisten Larry Porter, welches hier Fosters „Oh! Susanna“ wunderschön reharmonisiert zu Gehör bringt. Und schließlich sind mit Klaus Jäckle (Gitarre) und Anthony Bailes (Laute) noch kompetente Vertreter der Zupffraktion mit an Bord, deren Beiträge auch nicht überhört werden sollten. Sicher, über Sinn und Unsinn solcher Sampler lässt sich streiten. Dieser allerdings ist geschmackvoll zusammengestellt, ermöglicht ein erstes Kennenlernen der Produktionen eines jungen Labels und kann für sich alleine stehend gelegentlich auch mal zwischendurch genossen werden. Meta Music bringen von ihrer ersten CD an exzellente Musik auf den digitalen Tonträger. Das kleine Label, welches momentan in Berlin seine Heimat gefunden hat, machte sich die Mühe, eine Art Querschnitt durch ihr Programm zu kompilieren. 11 verschiedene Stücke, das Spektrum reicht von Alter Musik (wunderschön die „Music For A While” von Purcell) über genreübergreifende Produktionen (“Tschah-Tschaah” von Ernst Schultz & Holger Stamm) bis zum aktuellen Jazz ("La Libertad de la Muerte” von Johnny La Marama). Das passt erstaunlich gut alles zusammen, nebeneinander und hintereinander. Für Menschen, die auf den (oder den oder den) Geschmack kommen wollen, kann man ich diese CD guten Gewissens empfehlen. Sie kostet nicht einmal die Welt, nämlich 8,90 Euro inklusive Versand. |