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Als die Sängerin Nadja Dehn für die Litera-Tour 2000 Gedichte von Ahmad Ebrahimi, Yoko Taweida, Zera Cirak und anderen vertont, nennt sie ihren Part „lateral music“, also „Seitenmusik“. Zwei Jahre später überträgt sie dieses Konzept auf ihre erste eigene Band lateralmusic. Musik ist für sie eine grenzüberschreitende Kraft im Dialog mit Kulturen, Künsten und Kreativen. Ihr „golbal jazz“ ist ein äußerst lebendiger Mix aus afrikanischen, lateinamerikanischen und brasilianischen Klängen, Jazz, populärer Musik und ihrer ganz speziellen Singer-Songwriter-Attitude. Gitarrist Gregor Zimball, Bassist Thomas Koch und Schlagzeuger Beni Reimann geben der Sängerin die Sicherheit, die sie braucht, um scheinbar schwerelos durch ihre Songwelten zu schweben. Gastmusiker, wie Aly Keita, Balafon und Topo Gioia, Percussion, liefern mehr als Lokoalkolorit, und in dem sehr stimmungsvoll-elegischen „Danca do pato“ ist sogar ein Flugzeug zu hören, das wohl gerade über das Studio düste. Alles in allem ein gelungenes CD-Debüt, eine frische Farbe nicht nur in der Berliner Jazz(label)-Landschaft.
Rainer Bratfisch, Jazzpodium 03/06
Ist dies wiedereinmal der Versuch eines Labels, sich mehr durch weibliche Reize als gesangliche Reife in den vorderen Reihen zu platzieren ? Spätestens im zweiten Song der jungen Berliner Band Lateralmusic hat man den zu Anfang gehegten Verdacht fallen gelassen ja ihn vollkommen vergessen. Nadja Dehns Stimme führt mit einer Leichtigkeit und Eleganz durch den « Globaljazz », wie Lateralmusic ihre höchst erfrischende Brise von transkontinentalen Stimmungen nennen, dass es eine Freude ist. Hier schwingen afrikanische Rhythmik, südamerikanisches Temperament, nordeuropäischer Ernst und die Leidenschaft des Jazz wie selbstverständlich durch den Äther. Unterstützt wird die einige Jahre in Südafrika lebende Nadja Dehn von dem meisterhaft agierenden Gitarristen Gregor Zimball, Thomas Koch am Bass und Schlagzeuger Beni Reimann.
Jörg Konrad, Jazzzeitung 11/05
Jazzthing Sep/Okt 2005
Lateralmusic, ein Name, der ein wenig bemüht, fast schwerfällig erscheint. Der Blick ins Lexikon verrät : « Lateral = Laut, bei dem die Luft seitlich den Mund verlässt », oder einfach nur « seitlich ». Tatsächlich spielt die Berliner Band um Sängerin Nadja Dehn Musik, die sich aus verschiedenen Seiten und Stilen anderer Länder formt. Da treffen Strukturen des Jazz und Pop und ganz viele aus Brasilien auf diverse lateinamerikanische und afrikanische Rhythmen. Doch erst in Verbindung mit Dehns träumerischer Stimme erhält die gefühlvolle gänzlich akustisch gespielte « Lateralmusic » den besonderen, den lebhaften Ausdruck. Mühelos changiert der ausdruckstarke Gesang zwischen Singer/Songwriter à la Tori Amos und der sanften Leichtigkeit brasilianischer Diven der Bossa-Nova-Ära. Zwar sind Lateralmusic ein Bandprojekt mit hervorragenden Instrumentalisten, die gemeinsam an den Stücken arbeiten, aber ohne diese Sängerin würde die Musik eine entscheidende Portion Individualität vermissen lassen. Vielleicht sollte die Gruppe noch einmal über den Namen nachdenken, denn er vermittelt nicht die Leichtigkeit ihrer Musik.
Olaf Maikopf
Ticketverlosung Jazzthing 5.10.2005
Lateralmusic ist ein seltsamer Name für eine Band, die dann nicht nur Jazz sondern auch noch nach eigenen Angaben Global Jazz macht. Ein Blick ins Lexikon hilft: „Lateral: Laut, bei dem die Luft seitlich den Mund verlässt“, oder einfach: „seitlich“. Nadja Dehn, die Sängerin von Lateralmusic, fügt eine weitere Erklärung hinzu. „Es fing alles mit einem Projekt an, bei dem ich Texte von Dichtern vertonte. Ausgehend von dem Gedanken, dass Musik eine Übersetzerfunktion einnehmen kann, Inhalte dem Zuhörer verständlicher werden, nannte ich das Projekt ‚a lateral concept of music‘.“
Und weil in einer Band verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Interessen und Wünschen aufeinander treffen, war der Weg für die vier von Lateralmusic vorgegeben, den richtigen Namen für ihre Formation zu finden. „Wir sind ganz unterschiedliche Musiker auf einem gemeinsamen Weg“, erläutert die in Südafrika groß gewordene Sängerin. „Die vielen verschiedenen Seiten, die unterschiedlichen Kontinente, die uns geprägt haben, machen Lateralmusic aus.“
Den Begriff Global Jazz haben die vier von Lateralmusic treffend gewählt. Die auf dem gleichnamigen Debütalbum (Meta/H‘Art) zu findenden, von Dehn, dem Gitarristen Gregor Zimball und dem Bassisten Thomas Koch geschriebenen Originals spannen einen weiten musikalischen und vor allem klangfarbenprächtigen Bogen: Popig-leichtgängige Grooves schmiegen sich an lebhaft-swingenden Jazz, mitreißender Samba schwebt über diversen lateinamerikanischen Rhythmen, ein Balafon färbt hin und wieder die „Lateralmusic“ westafrikanisch und Dehns ausdrucksstarker Gesang besitzt die ganze emotionale Kraft, wie sie nur bei ambitionierten und kompromisslos-ehrlichen Singer/Songwritern zu finden ist. Nadja Dehn: „Lateralmusic lebt von dem Zusammenspiel unserer Kompositionen. Thomas‘ Stücke haben großen Witz, Gregor bringt Leichtigkeit mit hinein und meine Stücke erzählen kleine Geschichten aus dem Leben. Für mich ist Lateralmusic genau dieses Farbenspiel.“ (Bandfoto: Kirstin Knorr)
Im Oktober und November ist Lateralmusic für vier Konzerte in Deutschland auf Tournee (s. Termine unten). Wer dieses junge Berliner Quartett mit seinem eigenwilligen, mal träumisch-sanften, mal treibend-tänzelnden Global Jazz live auf der Bühne erleben möchte, für den haben wir das passende: Wir verlosen unter allen Einsendungen 2 mal 2 Konzerttickets.
Lateralmusic: "Lateralmusic"
Jazz
Lateralmusic ist der Name eines Quartetts, in dessen Zentrum die Sängerin Nadja Dehn steht. Sie prägt nicht nur mit ihrer warmen Stimme den Sound der Band maßgeblich, sondern auch als Komponistin und Texterin. Die in Südafrika aufgewachsene Sängerin erzählt in ihren englischsprachigen Texten zumeist sehr persönliche Geschichten, die sie in Balladenform kleidet und an beste Singer-Songwriter-Traditionen anknüpfen.
Die Stücke, die der Gitarrist Gregor Zimball als Komponist beisteuert, geben dem Album einen kräftigen brasilianischen Touch. Zimball beherrscht das Genre bravourös, benutzt das Südamerikanische nicht nur als „folkloristische Farbe“, er hat die Musik ganz offenkundig absolut verinnerlicht.
Der Bandname „Lateralmusic“ soll die Offenheit der Mitglieder für Einflüsse aus sehr unterschiedlichen musikalischen Quellen und von unterschiedlichen Seiten beschreiben (Lateral - Laut, bei dem die Luft seitlich den Mund verlässt; oder einfach „seitlich“).
Deshalb nennen die Vier ihre Musik auch „Globaljazz“, was bei einigen Songs durch Gäste unterstrichen wird, die Balafon, Percussion oder Klarinette spielen.
Insgesamt ein beachtliches CD-Debüt, das die Originalität dieser Band dick unterstreicht!
Am 24.11. spielt Lateralmusic im Berliner Jazzclub A-Trane
Ulf Drechsel, Kulturradio am Mittag
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