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Schräg, groovend, STOLP Eine Symbiose aus disharmonischen Jazzpianoklängen wie in Trance einfühlsam mit Zupfinstrumenten verquickt, einem Anklang von Orientalistik und schnell aufeinanderfolgenden Beats das ist STOLP, die neueste CD des Schweizer Gilbert-Paeffgen-Trios (Meta-Records 2008). Kein Zweifel, dass die Musikindustrie heutzutage Jazzbands aus dem Boden stampft, wie andere Eier auf dem Markt kaufen. Das macht allein schon die Schnelllebigkeit der Zeit, die sprunghaften Hörgewohnheit der heutigen Musikkonsumenten. Doch das Paeffgen-Trio gehört dabei mit seinem sensiblen, impulsiven, gleichzeitig feinnervigen Bandsound eindeutig zu den hörenswerten Entdeckungen. Da ist Gilbert Paeffgen an den Drums, am Appenzeller Hackbrett, am Bodhran; Hans Peter Pfammatter am Klavier und Urban Lienert am Bass. Nicht von ungefähr setzen die drei gleich zu Beginn von STOLP auf Altbewährtes. Vielleicht wollen sie mit Charly Mingus‘ „Pythicanthropus Erectus“ als erstes Stück der Scheibe dem Hörer offerieren: Wir kennen die Großen und spielen sie auch. Das Gilbert-Paeffgen-Trio besteht in dieser Konstellation seit dem Jahr 2000. Zusammen mit dem Pianisten Hans Peter Pfammatter und dem Bassisten Urban Lienert vermischt Paeffgen Jazz, Avantgarde Rock, Celtic Music und Anleihen aus DrumAndBass, Jungle und Ambient zu einem geschmackssicheren und unverwechselbaren TrioSound. Mit Pfammatter und Lienert sind denn auch zwei vielversprechende Musiker der jungen Generation von Musikern an Bord, die dafür sorgen, dass im Gilbert Paeffgen Trio auch die neue Klang- und Groovekultur von heutzutage ihren Niederschlag findet. www.kultura-extra.de / Christopher Dömges/21. 8. 2008 |