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| Konsequent bleibt Chris Hirson seiner Liebe zum Sopransaxophon treu. Vom ersten bis zum allerletzten Ton der CD ist zu erkennen, wie intensiv er dessen Sound pflegt. So entlockte der nun schon seit einigen Jahren in Berlin lebende Amerikaner dem Instrument denn auch eine sehr weite Bandbreite an Emotionen. Neben den Duoprojekten mit Geoff Goodman und Richie Beirach, für die Hirson bekannt ist, bildet das Quintett Seta Tunes mit Carsten Daerr, p, Oliver Potratz, b, und Sebastian Merk, dr, mehr als nur eine Erweiterung der spielerischen Möglichkeiten. Die Musik wird offener, reicher, die Fäden werden in sensitivem Interplay in verschiedene Richtungen gesponnen. Bei sensibel ausgestalteter Komplexität und durchgehaltener kompositorischer Linie ergeben sich in behutsamer Hinwendung zum Detail vielfältige Knotenpunkte für nuancierte Richtungsentscheidungen. Die songschreibende und musizierende Zusammenarbeit mit Hirsons bengalisch-deutscher Frau, der Sängerin Mithila Motaleb, inspiriert sich aus dem alltäglichen Leben, aus Anregungen von der Strasse, aus den Bars und Cafes. In keinster Weise trivial sind diese Trivial Things, im Gegenteil: Geschichten von zarter Eindringlichkeit und großer erzählerischer Vielfalt. Tobias Böcker/Jazzpodium/Oktober 2008 Dinge des Augenblicks Aber auch wenn er das Duo-Format liebt, beschränkt Hirson sich nicht darauf, was neben diversen Quartetten in den letzten Jahren auch sein jüngstes Projekt „SETA TUNES“ mit der jungen Sängerin Mithila Motaleb, dem Pianisten Carsten Daerr, Oliver Potratz am Kontrabass und Sebastian Merk am Schlagzeug belegt. Mit „SETA TUNES“ gelingt es Chris Hirson, fünf außergewöhnliche Musiker zusammenzubringen, ihre musikalischen Einflüsse und Ausdrucksformen einzufangen, zu vereinen und ein spannendes Zusammenspiel zu etablieren. So entsteht ein unverwechselbarer Sound, der in dem einen Moment üppig und verlockend daherkommt, im anderen klagend, wehmütig und voller Sehnsucht, und zuweilen drängend und wütend die gesamte Farbskala der menschlichen Emotionen läuft durch sein Horn. www.kultura-extra.de / Katja Klüßendorf/12. August 2008 |