Elina Duni
Baresha
2007

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Eine junge Sängerin, eine wirklich starke Stimme:
Elina Duni mit ihrem Debutalbum „Baresha“

Da ist zuerst diese absolut faszinierende Stimme - eine Stimme im Schnittpunkt zwischen Euphorie und Melancholie, eine Stimme, die vielen Gänsehaut den Rücken hinunterjagen dürfte. Dann ist da diese fesselnde Bühnenpräsenz: magisch und zugleich vollkommen unprätentiös. Elina Duni lebt die Musik mit kaum zu überbietender Intensität und Leidenschaft - mit jeder Pore ihres Körpers.

Die unvergleichliche Farbenpracht der albanischen Hauptstadt Tirana passt wunderbar zum reichhaltigen Melos der Sprache dieses Landes, das für die meisten für uns nach wie vor eine fremde, geheimnisvolle Welt sein dürfte.
Elina Duni kann im übertragenen und im wahrsten Sinne des Wortes ein Lied davon singen.
Die aus Albanien stammende Sängerin schürft tief im Fundus der albanischen Folklore und macht uns vertraut mit herzergreifenden Liedern, deren Sehnsuchtstrunkenheit uns auch dann nicht entgeht, wenn wir kein einziges Wort verstehen.
Wir haben es hier schliesslich nicht mit dem sattsam bekannten Format „Sängerin plus Begleittrio“ zu tun, sondern mit einem Quartett, das aus vier gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Mit anderen Worten:

Der Pianist Colin Vallon, der Bassist Bänz Oester und der Schlagzeuger Norbert Pfammatter halten sich zwar manchmal durchaus vornehm zurück, doch wenn es sein muss, ist jeder von ihnen problemlos imstande, das Heft in die Hand zu nehmen, um starke Akzente zu setzen. Hier haben eine Sängerin und drei Instrumentalisten zusammengefunden, die aus Tönen, Klängen und Geräuschen mal melancholische, mal euphorische Stimmungsbilder erschaffen, deren enormer Suggestionskraft man sich nicht entziehen kann.

Dass die in der Schweiz lebenden Musiker dabei in unterschiedliche Welten eintauchen, wie eben die der eigenen Ursprünge, des Chansons, des Standards, oder der neueren Klänge der improvisierten Musik, tut dem ganzen keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es zeigt, wie intensiv diese vier Musiker ein zusammenhängendes Bewusstsein für unseren Globus entwickelt und verinnerlicht haben.
Elina Duni und ihre Band bedienen sich nicht einfach irgendwelcher Schemen, irgendwelcher Klischees. „Sie“ sind tatsächliche Weltenbürger und drücken sich dementsprechend aus: Mit allem, was ihnen zur Verfügung steht.

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